Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Verhältnisse der Israeliten im Großherzogthum Oldenburg
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 109 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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gewichen, einer Mumie gleich , in welcher die Formen^ des Lebens noch sichtbar sind, nur das Leben selbst nicht, ״Was mich betrifft, so werde ich nicht aufhören zu beten für euch;" nicht aufhören Leben zu bringen in die erstarrte Masse, nicht aufhören Lebensgeist wieder cinzuhauchen in die scheinbar todten @e>. beine (Ezech. 37, 4.); nicht aufhören, da Ordnung cintreten zu lassen, wo es noch-an ihr gebricht; dahin Gemüthlichksit zu tragen, wo es noch an ihr fehlt. Und dieses Streben soll nicht wahrgenommen werden durch Las kühne Zerren an allem Heiligen, durch das kecke Einreißen alles Bestehenden, durch, tzie Werwerfung solcher Gebete, ״die das Gepräge wahrer Gottesverehrung an der Stirn tragen." Nein, auch mit Beibehaltung dieser Gebete, ״die dein Vater dich gelehrt," soll Andacht, diese Seele des Gebetes, erweckt, genährt, belebt werden; soll Ordnung wal- Len in diesen heiligen Mauern und zu walten.nicht aufhören. .׳ . Werde ich aber dem Gotteshause Ordnung und Ecmüthlichkeit geben, so Müsset ihr, m. v. Z., .iu: dieser feierlichen Stunde mir geloben, den Gottesdienst ausüben zu wollen, ״Ehrfurcht zu haben vor Gott," vor dem, der in diesem Haufe wohnt. Ihr habt ein neues Gotteshaus errichtet. Was macht aber dieses Haus zum Gotteshause? Doch die Einfachheit nicht, die Gesetzesrolle nicht, die Bundeslade nicht.; Nein, die Beter sind es, welche das Heiligthum zum Heiligthume machen; die Andacht ists, von welcher die Beter erfüllt; die Demuth ists, von