Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Verhältnisse der Israeliten im Großherzogthum Oldenburg
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 106 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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dem die Furcht vorschwebte, daß sie bei der neuen Form doch in die alte Zerrüttung wieder versinken könnten, daß bei der schönsten Außenseite das Innere oft verwest sei, sie nicht genug ermahnen konnte, in der Vorschrift des Herrn zu wandeln: sprach er endr lich die inhaltschweren Worte, die im 1. B. Samuels Kap. 12, V. 23. also heißen: ״Was mich betrifft, so sei es fern von mir, mich an den Ewigen zu versündigen, aufzuhören, für euch zu beten. Vielmehr werde ich euch zerr gen den guten und rechten Weg." ,Mer ihr fürchtet den Ewigen , dienet ihm mit Treue und ganzem Herzen; denn wisset:. Großes ist für euch geschehen." In diesen wenigen Worten liegt der ganze Michtenkreis, den dev Seelensorger gegen seine Gemeinde, die Gemeinde gegen ihn zu erfüllen Hak. Mit ihnen ist die hohe Bestimmung ausgesprochen, die ein für seine Gemeinde lebender und wirkender Seelensorger nicht aus den Augen verlieren darf« Durch sie ist die Regel, der Maßstab,gegeben, nach welchem das Verhalten der Gemeinde gegen den Seelensorger sein muß , soll Heil Und Segen daraus ersprießen. Auch wir, die wir heute in dieses Verhältniß treten, wollen unsere Ansichten berichtigen. Lasset mich sprechen von dem, was ich euch sein soll, und was ich wünsche, daß ihr mir sein möget. Lasset uns die Worte Samuels ins Auge fassen; dev Gesichtskreis erweitert sich dann, und wir-finden, baß des Reiigionslehrers Pflicht ist: