Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Verhältnisse der Israeliten im Großherzogthum Oldenburg
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 105 (sequence 3)
- Language
- German
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Herzen voll Zuversicht auf dich, Allgütigerl will ich mein Amt beginnen. Himmlischer Vater! du standest mir bei von Jugend auf. Schon als Knabe leitete deine Gnade mich, und dem Jüngling warst du nicht fern; du ließest ihn schöpfen aus des Heiles Quelle. (Jesaias 12, 3.) Allwissender! du weißt, wie manche Thräne mir der Fall des Häufleins Israel entlockte; du weißt, wie ich dich von zarter Jugend an nicht um Reichthum, nicht um irdische Güter anflehte; .um die Gelegenheit nur, Menschen dir erziehen, bilden und an deinem großen Vaterherzen befestigen zu können; um die Gelegenheit nur, Werthes aus dem Nichtwerthen, Köstliches aus dem Verächtlichen zu ziehen. (Jer. 15, 19.) Du hast ihn erfüllt, diesen Wunsch, du gabst einen Wirkungskreis Mir. So gieb mir denn auch empfängliche Herzen für das Wahre und Gute und Edle. Verleihe mir Kraft und Ausdauer, den Beruf würdig erfüllen zu können. Laß auch mein erstes.Wort nicht fruchtlos verhallen, laß es Wurzel schlagen in den Herzen deiner Lieben! Amen. Als die jüdischen Stämme, gedrängt von Außen, zerrüttet von Innen, Saul zum Oberherrn erwählten; als.sie ihn nahmen aus den väterlichen stillen Räumen und die Kostbarkeiten Israels übertrugen, als sie Samuel, den Seher, dringend baten, sie in Kenntniß zu setzen von den Pflichten, die sie gegen den Oberherrn zu übernehmen hätten, ,, auf daß das neue Vcrhältniß heil - und fruchtbringend seials Samuel,