Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die moralische Erziehung
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 17)
- Language
- German
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27 hau'pten, daß e i n brünstiges Gebet der ׳Mutter, im Kreift ihrer Kinder gesprochen, dieselben mehr heiligt und erbauet, als die tiefste Katechisation; daß eine frommsinnige Äußerung (und wäre es auch nur ein andächtiges: ,Gott sei Dank! ein Amen!), ein vorgelesenes Kapitel aus der heiligen Schrift, den? selben mehr Religionslehre ist, denn die kräftigste Predigt? Und wie manche Gelegenheit bietet der häusliche Kreis — eine Menschheit im Kleinen — dar, zur praktischen Religiosität, zur Stärkung-an Gott! Die Freuden und Leiden des Lebens, die heiligen Sabbath? und Feiertage, wo könnten sie mehr für den Himmel vorberciten , als hier, wo das enge Band der Natur die Herzen mit-wechselseitiger Liebe umschlingt, und sie in traulich vereinter Zu? verficht den Allvater suchen und finden? ׳ So wird das Heilige geehrt und geheiligt, und die Religions?! lehren der Schule haften im jungen, empfänglichen 1 Herzen, wie ״der Nagel am festen Orte.׳"*) : Wenn j aber Gleichgültigkeit dafür obwaltet im Häuft, oder ן wenn die Religionslehre — um doch etwas für die j Sache zu thml — der lieben Zugend allenfalls als j nützlich anempfohlen wird, wie das Einmaleins und I das Schönschreiben: welche Früchte sind alsdann zu l erwarten von dem Religionsunterricht, von der rcli? I giösen Schulerziehung? **) *) Jesajah 22, 23. *■*) Bei dem Vorschläge zu einer Zeitschrift für Eltern in׳ der Allgem« Schulzeitung vom I. 1826. No. 17.