Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die moralische Erziehung
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 26 (sequence 16)
- Language
- German
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26 nicht,unter bewährter Aufficht wissen können, lieber im Hause der Langeweile und dem WerdpuM zu ,öberf lassen,. als sie der Gassenverderbtheit Meis!!zu geben. Wir!hättest nichts gegen.׳ die kräftigende Gymnastik des Straßenverkehrs, wenn sie nicht allzu sehr auf Kosten-der, Sittlichkeit geübt werden, möchte.:*) Ehret und haltet heilig das Heilige. Wir meinen die Religion: Religionsunterricht, Eottesverchrung, religiöse Gebräuche. Ernst!und. feierlich sei der Ton bei Allem , was dieselben angeht. Religiöse Sitte wirkt mehr auf die kindlichen Gemüther, als die Lehre. Darum kommt, hier wieder Alles auf die :häusliche Erziehung nn. Was ' dieser wesentlich ist, was sie ernstlich übt und will, . .das gedeihet; nicht aber, was sie eben für Gebrauch! oder,für äußere Nothwendigkeit hält. Es.gicbt!keine,Sittlichkeit ohne Religion; keine innere Religion׳ - ohne äu ßere. Jene ohne diese gliche einem. verschlossenen Schatzkästlein, zu welchem der Eigenthümer den Schlüssel verloren hat. ־— Sollte man uns wohl mit Recht der Übertreibung beschuldigen dürfen, wenn wir bc- *)׳ Der allgemeine Sprachgebrauch ' ist auch! hier, wie! bei anderen Dingen, :׳ der treffendste Sittenrichter. Gaffenbube! Weich .ein beschimpfendes Wort das ist! Um dieses Wort könnte die deutsche Sprache ärmer werden, wenn die städtische Schuljugend der niederen!Volksklassen um eine besondere öffentliche Aufsicht reicher würde. Eine schwierige.Aufgabe für die Hand- . Haber .der öffentlichen Sittlichkeit; die zu .lösen wir jedoch keineswegs für unmöglich halten.