Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die moralische Erziehung
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 15)
- Language
- German
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den äußeren Sinnen. Vor zurückgelegtem sechsten Jahre (bei seltenen Ausnahmen nach dem fünften) bleibe aller Bilder- und Fibelkram entfernt. Und dennoch kann schon Vieles für den Unterricht gescheht Doch dies: gehört ins Gebiet des Jntellectucllen. ■—? Hütet Eure Kinder/ so viel Euch möglich ist, vor dem aufsichtslosen Verweilen auf der Straße. Da, auf den Gassen und freien Pfützen, wo die zügelloseste Ochlokratie der rohern Volksjugend ungehindert ihr Unwesen treibt, wo die niedrigsten Gemeinheiten und Ausgelassenheiten herrschen; wo Lug und Trug, Fluchen, Schwören und unzüchtige Redensarten die Luft wie ein Orkan erschüttern : da geht die Einfalt und Unschuld der Kinder so recht eigentlich zu Grunde.*) Diese Verhütung ist freilich für die Erzieher um so schwerer , als die lockende Versuchung für die Kinder groß ist. Indessen kann beharrliche Aufmerksamkeit Vieles bezwecken. Müssen die Kinder nach beendigter Schulzeit pünktlich, nach genau berechneter Zeit, zu Hause sein; dürfen sie niemals ohne Erlaubniß das Haus verlassen, niemals mit anderen, als mit sokchcn Kindern spielen und umgehen, als mit denjenigen, welche die Eltern dazu geeignet halten: so ist schon Vieles geschehen. Vernünftige Eltern werden es gewiß vorziehen, ihre Kinder, wenn sie^ diese *) Das ״ pudenda die tu spectantur, “ welches Ou i N - ctilian I. 2. von den Gastereien sagt, findet auch hier, wie bei den meisten Gesind - Kinderstuben, seine völlige Anwendung.