Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die moralische Erziehung
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 23 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2304627-2304631-2304633-2311233--07693-2311419- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
23 Erziehung nicht fo recht fort will, ohne Unterlaß an den-Kindern ge- und erzogen werden muß, Zucht und Sentenzen nicht haften wollen an ihnen, und des Klagens und Ladelns keim Ende iß: — weil der Hauptnenner zu den vorhandenen kleineren Erziehungsbrüchen ein unrichtiger ist, mithin die Aufgäbe ein falsches Resultat liefern muß. Noch eine Nebenbemerkung sei uns erlaubt. Man hört zuweilen gegen pädagogische Theorie und Regel einwenden r manches Kind erzieht sich selbst; $ urit> U wurden gar nicht erzogen, und doch ...... Man ahndet wohl nicht, welche wichtige Wahrheit damit ausgesprochen wurde, wie unzweideutig man unsrer Ansicht über die sittliche Natur des Menschen gehuldigt hat. Auch sollte der Selbsterz!eherwenn er es zu einiger Meisterschaft gebracht, das Lehrgeld seiner Autvpädagogik nicht vergessen. Möchte es mir schließlich gelingen, den achtbaren! Eltern, denen jeder Rath über ihre heiligsten Pflichj ten, die Erziehung ihrer Kinder zur Sittlichkeit,! stets willkommen ist, einige Hauptrcgcln aufzustellen.! . Schützet die Einfalt, ehret und haltet j heilig das Heilige, pfleget die Menschen-! achtung,. und erhalet die Wahrheit in der! Seele Eurer Kinder. \ Schützet die Einfalt, den kindlichen Sinn.! Was ist lieblicher, als die kindliche Einfalt? Sie j ist die lauterste Quelle der Unschuld, des Frohsinns, j der Sittlichkeit selbst. Tadelt und krittelt nicht über!