Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die moralische Erziehung
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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22 hierüber weiter unten.) Hier darf vor Allem der Orts t Ton , oder vielmehr der!Stadt - Ton ׳< derDvrsr Ton ist in jedem Lande fast allenthalben derselbe) der Schuljugend nicht übersehen werden. Denn man wird mit uns׳ erkennen, daß jede ׳:Stadt , , so zu sagen, ihren eigenen Ton hat> ׳!:der sich bald muthwMger, ausgelassener, sittlicher oder unsittlicher dargiebt bei der Schuljugend, je nachdem die Ursachen sind,׳׳tvrlche ihn so oder anders gestimmt und gestaltet׳!haben., Immer bleibt jedoch das häusliche Beispiel Vorherrschend. Religiosität, Menschenachtung, Wahrhaftigkeit׳ und andere Tugenden der Eltern, besonders der älteren Geschwister — die wahren Aides de camp auf dem häuslichen Erziehungsterrarn — immer spiegeln solche Tugenden sich ab in der Seele des Kmdes/ trotz aller Einwirkung von Außen. Wir redeten vom Orts-Ton. Die älteren Kinder des Hauses gehören ihm, wie überhaupt dem öffentlichen Leben, schon mehr an , als die jüngcrn.׳ Ihr ׳häusliches Wirken׳ ist ein stärkeres oder schwächeres Echo von beiden. Dies sei de» Eltern ein Fingerzeig mehr,! wie viel auf die Erziehung dieser erstern Vorgänger ankomme. Schlimm ist es, wenn aus ^leidiger Ecfahrung die deßwegen so selten klug Machk^weil sie nicht gehörig benutzt wird — für die kleinen Nachzügler ein strengerer Strafcodex eingeftihrt werden muß. Hierin schcisit ,uns der Schlüssel zu der räthselhaften Erscheinung zu liegen, warum! in-achtbaren, ausgezeichneten Familien, wo ein sittliches Streben unverkennbar! ist, es mit der moralischen