Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die moralische Erziehung
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 11)
- Language
- German
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ralbaß der pädagogischen Harmonie. Die Besorgnisse über die schädliche Einwirkung durch das Zusammensein mit der niedern , ungebildeten Vvlksjugend/ sind grundloser Wahn.*) Zn derjenigen Schule, wo ein sittlich guter Geiste herrscht,**) sind die Kinder 6c# ständig unter Aufsicht. Hierbei ist noch zu erwägen, daß die Kinder drei Viertheile ihrer Wochenzeit. zu Hause, und ein Viertheil derselben in der Schule zubringen. Bei guter häuslicher Erziehung, der es nicht an Aufmerksamkeit und Widmung ***) mangelt, ist also weder für die Moralität, noch, für die äußere Bildung von dem Schulbesuch mit der ungebildeter!! Vvlksjugend durchaus nichts zu fürchten. -Die.ÄuFerungen roher, Unlauterer Seelen in Worten;und. Handlungen, bringen keinen bleibendcn-Eindruck hervor auf das edlere Gemüth von sittlicher Gewöhnung; sie gleiten ab von ihm, wie der Pfeil vom Schilde. Ein Anderes ist.es mit der Einwirkung verderbter Kinder im Umgänge, in der Kameradschaft -miß solchen. Dies kann verhütet, werden. (Man sehe *) Sieffensen IV. Brief S. 45 u. f.^ ' **) Eine Schule von schlechtem Geiste würden -wir. die nennen, die nur lehren und nicht auf die sittliche Erziehung, nicht auf die Herzensbildung , wirken wollte, deren Lehrer einen unsittlichen Lebenswandel führten, oder unter einander' in Zwist und Disharmonie lebten, und dadurch die Einheit der Lehrzweckc lähmten ünd störten. Und solche Schulen werden ja, Gottlob! immer seltener. ***) S. Niemeyer!c. 3.Thl. §,6, S. 10, (8.Ausgabe.)