Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die moralische Erziehung
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 20 (sequence 10)
- Language
- German
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20 auch zugleich-׳ für die Erzieher, Mutter-׳Md Vater (aus Gründen nennen wir die Mutter zuerst),' oder deren Stellvertreter, die schwierigste. Eine neue Periode beginnt: die Schulerzieyung, der Unterricht. Zu der. Bildung des Herzens-gesellt sich׳ die des-Verstandes. - Der Verstand ׳ soll? als sittlich erkennen, was das Herz zu fühlen ״angeregt worden׳.! Die häusliche Erziehung, auch als Bildung im weitern Sinne verstanden, ist Nichte mehr hinreis chend, wegen der künftigen bürgerlichen'Verhältnisse des geselligen Lebens. Die moralische Erziehung auf die häusliche beschränken zu wollen, wäre selbst auch da in der Regel nicht anzurathen, wo die-Umstande Erziehungsgehülfen gestatteten; weil Einseitigkeit und Abgeschlossenheit, Mangel an Interesse für ׳ das gefestige Wohl, zu leicht unsittliche Auswüchse: - Familienstokz, Intoleranz u. dergl. erzeugen? köNirtem Die Schulerziehung ist außerdem nothwendig? des öffentlichen Religionsunterrichts wegen, der nur als solcher kirchliche Allgemeinheit schaffen, und die jungen Gemüihev für die öffentliche Gottesverehvung, für׳ den Segen des Himmelreichs auf Erden, vorbereiten und bilden kann.*) Eine Schulerziehung ohne Häusliche wäre ein Unding; es wäre denn-inMrzie- Hungs - und Lehranstalten, wo beide vereint sind. Außer׳ den letzter« behauptet indcß die häusliche Erziehung fortwährend den Grundton, bleibt der Gene- *) Bergt. -Beleuchtung!c. von U. S t e f. f e n s e n (Augustenburg 1822.) IX. Brief.