Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die moralische Erziehung
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 15 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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von den ersten frühesten Lebensjahren ab, ob in dieser Vorschule des Lebens die Erziehung gut oder schlecht war. Unterscheiden wir nun nach diesen Vöraussetzungen: <0 die absichtliche, objective moralische Erziehung, aus Nothwendigkeit, durch den Drang der Umstände geleitet und bedingt, von der ö) freiem subjectivindividuellen, aus reinsittlichem Willensantriebe zur moralischen Veredlung: so wird es uns noch einleuchtender, wie allesGelingen öder Mißlingen der pädagogischen. Tendenzen von dem zeitmäßigen Stande der Sittlichkeit des Volks, im weilern Sinne, der Generation, abhängcn. Die sittliche Temperatur eines Volkes bestimmt mithin genau den Scala-Zeiger der pädagogischen. Und hierin scheint uns die einzig wahre Ursache zu liegen, warum bei dem allgemeinen ernsten Streben und Wirken zur moralischen Volksbildung, die Geschlechter nur langsam fortrücken können.*) Natürlich! Bei dem Ein- und Zusammenwirken von alten und neuen Ideen, von Theorien, Aufgaben , herrschenden Moden , Gewvhnheits - und Neuerungssucht, von Schlendrian, Künstelei und Tändelei, von grobem und feinem Mystieismus rc. rc., welche alle bei dem Erziehungs- Prozeß sich geltend machen und machten im Hause und in der Schule; wie kann es da anders kommen, als daß die reinere Kraft des Göttlichen und Heiligen nur selten und in winzigem Gehalt sich Musscheidet *) Allgemeine Schulzeitung am angef. O.