Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Öffentliche Konfirmation an der Lehr- und Erziehungs-Anstalt des Dr. Weil in Frankfurt am Main
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 408 (sequence 10)
- Language
- German
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408 überschwenglich sind sie belohnt für alle ihre Leiden. So leicht ist es den Kindern, ihre Eltern zu erfreuen und ihr Leben zu verlängern, aber auch durch unkindliches Benehmen , durch Mangel an Fleiß und Sitte, oder wohl gar durch unwürdige lasterhafte Handlungen, ihre Seele mit Schmerz zu erfüllen und denen den Tod zu geben, welchen sie das Leben verdanken. Um den hochsten Schmerz auszudrUcken, schildert der Prophet uns Rahel, wie sie weint um ihre Kinder. Darum wehe dem Kinde, das seinen Eltern Thränen auspreßt durch seine Schuld. Sie sind gezählt vor dem Throne Gottes und fallen qualvoll zurück aus den, welcher sie veranlaßt. Das bedenkt, meine Kinder , und haltet es ganz, das Wort, das Ihr eben gegeben. Erwerbt Euch Schätze des Wissens, erwerbt Euch Schätze der Tugend. Seid kindlich, fleißig, brav und tugendhaft, und Ihr habt Euer Wort gelöst und die erfreut, die nur leben, um Euch Freude zu machen. Noch wird an das 5<e Gebot von unseren Gesetzeslehrern die Pflicht geknüpft der Liebe und Dankbarkeit gegen die Lehrer. Aber uns genügt es, Euch aufmerksam zu machen auf das, was Ihr den Eltern, was Ihr mit Gottes Hülfe uns verdankt, mögen die Eltern, mag das eigene Gefühl Euch sagen. Wir wollen hier es weiter nicht erörtern. Aber wesentlich hierher gehören noch die Pflichten gegen das Vaterland, gegen Deutschland, gegen den Staat, den wir bewohnen, dem wir Liebe, Gehorsam, Treue, Gut und Blut schuldig sind. Vaterland kommt von Vater, ihm kommt nicht minder die höchste Anhänglichkeit zu. — Fahret nun fort in der Anführung der 10 Gebote.