Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Öffentliche Konfirmation an der Lehr- und Erziehungs-Anstalt des Dr. Weil in Frankfurt am Main
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 407 (sequence 9)
- Language
- German
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Lieben, wer ein fühlendes Herz und gute Kinder hat, der lebt weniger in seinem, als in ihrem Leben. Wenil er sich freut des Guten, das ihm widerfährt/ so ist's, weil er hofft, es werde dazu beitragen, seinen Kindern ein frohes sorgenfreies Leben zu bereiten , und der.Mann, dessen männliches Gemüth zu trotzen weiß den Schlägen des Schicksals, wird weich, und unwillkührlich entquillen die Thränen seinem Auge, bei dem geringsten Schmerze, der die Lieblinge seines. Herzens, seine Kinder, trifft. Nur Thoren freut es, wenn man sie 'selber lobt, kein Vater bleibt gleichgültig beim verdienten Lobe seines Kindes. Zum Dulden bestimmt von der Geburt,weiß das Weib vieles Leid ruhig zu ertragen, aber das Mutterherz bricht, wenn die Kinder leiden; viel Kummer und Sorgen giebt den Eltern die Kindheit, die Jugend derer, die sie erzeugt; mit Schmerzen gebahrt die Mutter, mit Schmerzen nährt, mit Schmerzen pflegt sie, den . Säugling, aber er lächelt ihr zu und. aller Schmerz ist vergessen und alles tausendfach vergolten. Die Kinder wachsen heran und der Eltern Sorgen nehmen zu, für ihr Gedeihen bei Vernünftigen, für ihr Fortkommen bei Allen. Jetzt macht eine Krankheit um der Kinder Leben, jetzt eine Untugend um ihr künftiges Wohl, dann ein Schlag des Schicksals, die Eltern nicht um ihre, nein, > um der Kinder Zukunft besorgt. Aber eine kindliche Sorgfalt, aber eine schöne Tugend, aber ein. nützliches Wissen, das sie froh in den Ihrigen, begründet sehen, aber.ein gutes Zcugniß aus sorgsamer Lehrer Mund, verscheucht augenblicklich den Schmerz aus der elterlichen Brust, die Wolken von ihrer Stirne und