Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Öffentliche Konfirmation an der Lehr- und Erziehungs-Anstalt des Dr. Weil in Frankfurt am Main
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 409 (sequence 11)
- Language
- German
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409 ׳% Erklärung der Konfirmanden. Der letzte Theil der zehn Gebote lautet, wie folgt: ״Du-sollst nicht morden." Das ist: weder dein, noch deines Nächsten Leben oder Gesundheit muthwillg verkürzen. ״Du sollst nicht unzüchtig sein." Das heißt, die Gebote der Sitte und Schamhaftigkeit sorgfältig und gewissenhaft beobachten. ״Du sollst nicht stehlen." Das ist, auf keine Weise dir zueignem, was dir nicht mit vollem Rechte gebührt. ״ Du sollst nicht falsches Zeugniß abtegen gegen deinen Nächsten." Das heißt, weder vor dem Richter, noch in der Ge< sellschaft Böses von deinem Mitmenschen sprechen, wenn du der Wahrheit desselben nicht völlig gewiß bist und es nicht zur Bestrafung des Schuldigen dient. ״Du sollst nicht Gelüste tragen nach dem, was deinem Nächsten gehört." Das ist, fern von Neid und Mißgunst bleiben, mit deinem Schicksal zufrieden sein und deinem Gotte vertrauen. Erkennet Ihr die Wahrheit der ausgesprochenen Verordnungen und Lehren mit dem Munde nicht nur, sondern auch mit der Seele an, und wollt Ihr nach Kräften streben, sie zu erfüllen? Erklärung der Konfirmanden. Ich erkenne die ausgesprochenen Gebote und göttlichen Wahrheiten von ganzem Herzen an, und bitte Gott, daß er mich stärke in dem Vorsatz, stets darnach zu handeln. Wiederhole auch du diese Erklärung. (Wiederholt.) VII. Zahrg. 1. Band. 29