Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Öffentliche Konfirmation an der Lehr- und Erziehungs-Anstalt des Dr. Weil in Frankfurt am Main
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 406 (sequence 8)
- Language
- German
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406 das feierliche Versprechen, in Gegenwart meiner jugendlichen Freunde, meiner guten, für mein Wohl so innig besorgten Lehrer und vor dem Gotte, der mich hört: Euern Erwartungen zu entsprechen, mich Euerer Liebe durch Gottesfurcht, Tugend, Fleiß und Sittlichkeit würdig zu machen und׳ dereinst den Abend Eueres Lebens zu erheitern, soll mein unablässiges Bestreben, der unausgesetzteste Gegenstand meiner Sorgfalt sein. Gott ist Zeuge 'meines festen Vorsatzes, er helfe mir ihn so zu erfüllen, wie ich wünsche. Erlaubt auch mir, Jhr theuem , inniggeliebten Eltern, auszudrücken, was mein Herz für Euch fühlt. Wenn ich zurücksehe in mein vergangenes, wenn ich vorwärts blicke in mein künftiges Leben, so ist kein Tag, der nicht durch neue Beweise׳ Euerer Liebe und Zärtlichkeit für mich bezeichnet wäre. Kein menschliches Wort vermag auszufprechen, was Ihr für mich, was ich für Euch fühle; aber ich will mich bemühen , meine Fehler/ abzulegen, jeden Kssim des Guten sorgfältig in mir zu pflegen und Euch durch mein ganzes künftiges Leben, den ganzen Umfang meiner Dankbarkeit zu zeigen. 'Ich will mich bemühen, meinen Geist mit nützlichen Kenntnissen, mein Herz mit Tugend zu erfüllen , das ist, . ich weiß es ja, der einzige Dank, den Ihr verlangt, der einzige, den ich Euch bieten kann , und so Gott mir hilft, Euch bieten werde. Ihr habt den Ewigen angerufen, den Vater aller Menschen, zum Zeugen, daß Ihr stets erfüllen werdet die Kindespflicht; wir empfangen von Euch die Betheuerung im Namen dessen, der unser aller Vater ist, und unser Herz also geschaffen hat, daß keine Empsindüng desselben, so innig, dauernd und wahr ist, als die, welche die Seele der Kinder für die Eltern, der Eltern für die Kinder Mt. Glaubt es mir, meine /