Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Öffentliche Konfirmation an der Lehr- und Erziehungs-Anstalt des Dr. Weil in Frankfurt am Main
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 405 (sequence 7)
- Language
- German
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״ Sei stets eingedenk des Ruhetags, um ihn zu heiligen; sechs. Tage kannst du arbeiten und dein Geschäft verrichten, der 7Le Tag aber ist ein Ruhetag, dem Ewigen deinem Gotte zu Ehren; da sollst du keine Arbeit thun. Das 5te Gebot knüpft an die Pflichten gegen Gott, unfern unsichtbaren Schöpfer, die gegen unsere Eltern, unsere sichtbaren Schöpfer und Wohlthäter, welche uns auf dieser Erde gleichsam das Abbild-des Allliebenden sind, den wir nicht inbrünstiger anzurufen wissen, als indem wir ihn unsern ^Vater nennen. Es schreibt uns dies Gebot die Pflicht vor, welche der Allmächtige mit den kräftigsten Zügen in das Herz eines jeden Menschen geschrieben, die Pflicht, die Eltern zu verehren, welche uns ja die vollste Zärtlichkeit, die höchste Sorgfalt weihen, deren Leben geknüpft ist an unser Leben , deren Seele verbunden ist mit unserer Seele. Also aber lautet dieses heilige.Gebot: ״Ehre Vater und Mutter, damit du lange lebest. Das heißt, damit du glücklich lebest und nicht jeder Augenblick deines Lebens durch die schrecklichsten Gewissensbisse vergällt werde." Indem ich aber als nunmehriger Sohn des Gesetzes, über mich , und meine Pflichten nachdenke und ihren ersten Ursprung in den tiefsten Gefühlen meiner Seele suche und finde, ist ckeine, welche mein Herz tiefer bewegte, mehr erfüllte, als die der innigsten Liede, des unbedingtesten Gehorsams gegen Euch, Ihr guten Eltern. Tief fühle ich, wie für die׳ Wohlfahrt Eurer Kinder kein Opfer, keine Mühe Euch zu groß, keine Leistung Euch zu beschwerlich,.ist und war, wie Ihr von je Eure Freude nur in den Freuden Euerer Kinder, Euer Glück nur in dem unsrigen fandet, wie Ihr so eifrig bemüht seid und wäret, für unsere Pflege, unsere Nahrung, unsere Erziehung und unsern Unterricht, kurz für alles zu sorgen, was unser jetziges; künftiges und unser ewiges Glück befördern kann. Ich kann Euch nicht danken, und Ihr wollt keinen Dank, aber empfangt