Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Zwei Berichte über den Verein zur Beförderung von Handwerkern unter den Juden
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 384 (sequence 24)
- Language
- German
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desto größer und mächtiger sind die Anforderungen,- die wir an uns selbst zu machen habtn. Wir können es uns nicht verhehlen, daß wir mit vielen verrosteten Vornrtheilen, Gebräuchen und Sitten mit dem Zeitalter in Widerspruch stehen, wir können es nicht leugnen, daß wir im Allgemeinen, abgesehen von erfreulichen Ausnahmen, hinter der Bildung unseres Jahrhunderts zurückgeblieben sind, ja wir fühlen es, und dürfen uns des Bekenntnisses nicht schämen, daß langjähriger Druck, tief kränkende׳Unduldsamkeit und vielfältige Schmach, lähmend auf die Richtung unseres Geistes gewirkt, und daß Einschränkungen aller Art, Ausschliesiung aus den zunftmäßigen Gewerben, Entfernung von allen Ämtern und Würden, und so beraubt aller Nahrung, die der Ehrgeiz bedarf, um sich zum Bessern empor zu schwingen, zur Sicherstellung unserer Exipenz, dem alleinigen Hülfsmittel, dem Handel, in die offenen weiten Arme geworscn haben. Darum ist es aber auch unsere heilige Wicht, daß mit dem Schwinden des frühem Druckes, wir uns kräftig erheben, und dem vorausfliegendcn Jahrhundert Nacharbeiten müssen , um das lang Versäumte nachzuholen, damit wir ferner nicht vereinzelt dastchcn, abstechend gegen die uns umgebende Welt. Noch größer und heiliger aber wird die Pflicht zu unserer Sclbsterhebung und Besserung, wenn wir bedenken, wie Dankbarkeit uns dringend dazu ermahnt und auffordert. Dankbarkeit gegen das Jahrhundert, das