Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Zwei Berichte über den Verein zur Beförderung von Handwerkern unter den Juden
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 385 (sequence 25)
- Language
- German
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j ג unsere Fesseln׳ lichtete; Dankbarkeit gegen die Staaten, zu deren Einwohnern und Bürgern wir uns ׳zählen dürfen; Dankbarkeit gegen die Gesetze, die uns schützen. Laßt uns, meine Freunde, nicht mißmuthig werden durch das , was uns noch zu wünschen übrig bleibt, nein, laßt unfern Muth uns stärken, durch den Rückblick auf das, was wir unlängst gewesen; laßt uns Hinblicken auf die Zeit, wo , wie ein geistreicher Mann irgendwo sagt: der Jude zur Hinterthüre der Staaten hercingclassen wurde, um ihm die Vorderthür nur zu seiner gänzlichen Verweisung zu öffnen, auf die Zeit, wo wir jeder Herrscherwillkühr Preis gegeben waren, auf die Zeit der Leibzölle und so vieler Unbill. Auch andere Völker haben Jahrhunderte lang schwachvolle Ketten getragen, und leben ja zum Theil noch im Druck. Denkt an die Griechen und deren Kampf gegen Unterjochung, an die Katholiken in Irland im Kampfe gegen Englands unchristliche Politik. Laßt uns daher dankbar sein für die Wohlthat größer.er, wenn auch zur Zeit noch beschränkter Freiheit. Laßt uns streben, der ungetrübten, ungetheilten erst ganz würdig zu werden; dann können wir muthig und geduldig Hinblicken auf ungerechte Vorwürfe und Verunglimpfung, wenn wir uns des regen Willens und des kräftigen Emporarbeitens zum Bessern bewußt sind. Vor Allem bedenkt, daß Euer Schicksal in Euren eigenen Händen ruhet. Mächtig rüttelt die Zeit an dem Gebäude veralteter Vorurtheile und׳ Mißbräuche. Es hängt von Euch ab, ob es jach zerstörend emstürzen soll, oder ob Ihr es lieber mit Vorsicht allmälig abtragen