Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Öffentliche Konfirmation an der Lehr- und Erziehungs-Anstalt des Dr. Weil in Frankfurt am Main
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 324 (sequence 9)
- Language
- German
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324 und Schätz,enswürhigste in Euerem Älter — oft mehr oder minder, oft ganz verwischt. Die Handlung aber, welche wir heute vornehmen, hat keineswegs zur Absicht, diesen eben so schädlichen, als thörichten Dünkel zu befördern, und Kindern, welche kaum das dreizehnte Lebensjahr zurückgelegt haben, eine größere Wichtigkeit oder Selbstständigkeit beizulegen oder anzudichten, als die Natur diesem zarten Mer gegeben.- Vielmehr hoffen wir durch die religiösen Grundsätze, welche sie in dieser feierlichen Handlung auszusprechen im Begriffe sind, und welche sie erinnern an den Gott, der den Kindern und kindlichen Gemüthern nahe, thörichter Anmaßung aber fremd ist, an ihn, der die Herzen und Nierdn prüft, und vor welchem kein Schein besteht, auch jene große, der Religion so nahe verwandte Tugend, auch die Bescheidenheit emzuprägen in ihr Herz, und es so mehr und immer mehr zu weihen zum Tempel des Gottes, der jeden Dünkel als einen fremden Götzen abzulegen gebietet, und zu dessen Gesetzes Söhnen sie geworden. Unter dieser Verwahrung aber mag sie wohl sich ziemen, diese fromme Handlung, an diesem Tage der Gesetzesfreude, wo die Verlesung des heiligen Wortes zugleich endet und beginnt, sinnig andeutend, daß in der Lehre der Wahrheit Anfang und Ende sich verschmilzt in ein großes ewiges Ganzes. Möge nun Er, der allgütige Vater alles Guten, seinen Segen geben, dem, was wir beginnen in seinem heiligen Namen, mögen die Worte, welche Ihr, liebe,Kinder und werdende Söhne des Gesetzes, bereit seid auszusprechen, nicht spurlos verhallen, sondern sich tief emprägen in Euer