Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Einige Worte an das Publikum
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 311 (sequence 9)
- Language
- German
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311 Israelitische. Religionsoffenbarung hatte, wie Mendclssohn' meint, nicht den Zweck, Religions- Wahrheiten, ohne welche Judenthum nicht Judenthum sein könne, zu offenbaren; diese setzt sie voraus. —י Kommen wir daher zur Frage: ob das für den- Unterricht zu schreibende Religionsbuch von GlaubensleP ren auszugehen habe, /so kann darüber kein Zweifel mehr obwalten.*) Hier müssen jene Glaubensartikel aufgenommen werden, von denen ich in meinem Buche aus?, gegangen bin, nicht als Fundamentallehren-,- denn uns sind alle Worte der Schrift fundamental; sondern als diejenigen Sätze, ohne welche keirre Religion bestehen kann. So sagt ja Mendelssohn selbst: das Judenthum sollte bestehen aus Rcll'giynslehren und Sätzen, die immer vyrausgehen müssen,**) —׳ und die ich gegeben habe. Daß ich in diesem Abschnitte der Lehre von Gott nicht mit anderen Lehrbüchern, ״Gott *) Den evidentesten Beweis giebt Mannonides Jad, - cliasalcali P. II. Isurc Biah 14, 2. Vergleiche 2, Mos. 6, 1. **) ״ Weil di? Offenbarung einmal in der^Welt ist, und der Vernunft nachgeholfen hat," sagt ein christlicher Theologe, ״so meinen, wir , das würde so gewesen sein, wenn keine Offenbarung je gewesen wäre; der offenbarste Anachronismus. — Um Gottes willen, Philosophen! tragt eure Vernunft nicht in die Seels des geringen Mannes u. s. w." Vergl. Mendelssv h n a. a. O. S. 36. und Spalding's vertraute Briefe, die Religion betreffend.. ׳