Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Einige Worte an das Publikum
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 306 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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306 haben göttliche Gesetzgebung. Gesetze, Geböte, Befehle, Lebensregeln, U n t e r r i ch t v o m Willen Gottes u. s. w. dergleichen Sätze und Vorschriften sind ihnen durch Moses auf eine wunderbare und übernatürliche Weise geoffenbart worden; aber keine Lehrmeinungen, keine Heilswahrheiten, ,keine allgemeine Vernunftsätze. -Diese offenbart׳ der Ewige uns, wie allen übrigen Menschen, allezeit durch Natur und Sache. Hingegen die Geschichtswahrheiten (sagt er S. 38.) müssen auf Autorität und Zeugnisse angenommen werden. —■■ Das Judenthum (S. 48.) rühmt sich keiner a u s s ch l i e ß e nd e n Offenbarung׳ ewiger Wahrheiten, die zur Seligkeit unentbehrlich sind; keiner geoffenbarten Religion in dem Verstände, in; welchem 'man diese Worte zu nehmen gewöhnt ist. Die Stimme auf Sinai rief nicht : ich bin der Ewige, dein Gott! das nothwendige, selbstständige Wesen, das allmächtig ist und allwissend, — —dieses ist allgemeine Menschenreligion, und allgemeine Menschenreligion, ohne welche die Menschen weder tugendhaft sind, noch glückselig werden können, sollte Hier nicht geoffenbart werden."*) Dann S. 53—55. *) Man muß diese Worte Mendelssohns sorgfältig von jener Stelle im Cosri P. I. §. ll—25 unterscheiden. Dort antwortet der Rabbi auf die Frage des Cosräers: ״warum er nicht gesagt habe, daß er glaube an den Schöpfer des Weltalls, der alles erhält und regiert?" das ist Vernunftreligion, die vielen Zweifeln unterworfen ist, wie dies die vielen Philosopheme documcntiren. Ich ging aber von einem