Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Einweihung des neuen Israelitischen Bethauses zu Wien
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 293 (sequence 4)
- Language
- German
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293 dienstlichen Feierlichkeiten und in der Vermeidung alles dessen , .. was ׳ das : Sittlichkeits - und Schönheitsgefühl verwunden könnte. Zur Auftechthaltung dieser allernothwendi'gsten Ver- Lesserungen hat man sich nicht mit geschriebenen und' gedruckten Vorschriften begnügt, sondern (wie es mir nachahmungswürdig scheint) eigene Commissäre (16) aus der Mitte der Israelitischen Glaubensgenossen erwählt,׳ die durch ׳ihre Kleidung kennbar sind und abwechselnd die Inspektion führen. ־' Die von Herrn Manheimer in deutscher Sprache gehaltenen Vorträge sind, wie schon gesagt', vortrefflich, und greifen tief in das praktische Leben ein, Es ist dieses beinahe der einzige Weg, um der Glaubensgenossenschaft das einzuschärfen, was ihr zu wissen noch thut,. und um so wichtiger sind nicht nur gute Predigten, sondern auch gute Prediger. Da die Vorträge mit steter Beziehung auf den ahgelesenen Abschnitt des Pentateuchs (Sidri) gehalten werden, so gab unlängst die Geschichte des Korah und seiner Rotte eine sehr erwünschte Veranlassung, um von dem falschen Priesterthum in Israel zu sprechen, welche auch Herr Manheimer trefflich benutzte und sehr viel Treffendes über den Wahn, den Hochmuth, den Neih und die Sinnlichkeit mancher Menschen sagte. — Eine besondere Aufmerksamkeit verdient das jetzt beobachtete Trauungs-Ritual, worüber ich Ihnen ein andermal, wenn Sie es wünschen, ausführlich berichten ׳werde. Nur so viel einstweilen, daß diese Handlung