Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Einweihung des neuen Israelitischen Bethauses zu Wien
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 292 (sequence 3)
- Language
- German
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292 Meinung, als die gründlichsten /Argumentationen, in welche selten eingegangen wird. Die Prinzen des allerhöchsten Kaiserhauses , die sremden Gesandten und Herren und Damen des höchsten Adels haben den gottesdienstlichen Versammlungen abwechselnd beigewohnt, und selten vergeht eine Sabbathabendfeier, ohne von der Gegenwart einer oder der andern vornehmen Gäste gehüben zu werden. Die Plätze waren sehr schnell besetzt, und an den Sabbathen, an welchen in deutscher Sprache Vorträge gehalten werden (alle 14 Tage), will das Hausdie Menge der hinzuströmenden Zuhörer kaum fassen. Jedoch beschränkt sich der Gebrauch der Landessprache aus diese Vorträge, so wie aus das jüngst erwähnte Gebet für den allverehrten Herrscher und sein Haus. Alle übrige Gebete, die unter dem Namen Tepliiioth Jesclm-im bekannt sind, hat man beibehalten,. und die wichtigsten, so wie einzelne Stellen aus den minderwichtigen, durch Anwendung passender Melodien, womit sie abwechselnd von dem Vorsänger, dem Chore und der Gemeinde abgesungen werden, eindringlicher gemacht. Dagegen ist, wie leicht begreiflich, von den Machsorgebeten manches weggefallcn. Es versteht sich, daß die schöne Sitte des Ablesens aus der Thora unverändert blieb, wie überhaupt im Einzelnen wenig Veränderungen nachzuweisen wären. Die Hauptveränderung gegen den unmittelbar vorhergegangenen Zustand liegt vielleicht nicht so-sehr in der Einführung würdigen erhebenden Gesanges, und in den bisweiligen deutschen Vorträgen, als in der eingeführten Ordnung bei gottes-