Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über den Einfluß der Sprache auf's Denken und die Methode des Unterrichts in der Muttersprache
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 257 (sequence 26)
- Language
- German
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in einem Lehrbuche, das die- ׳vom w ir kl ich en Spracht gebrauche der besten Schriftsteller abstrahirten, nicht von Grammatikern autokratisch gegebenen Regeln, ist faßlich - gedrängter Kürze ausstellt, eine geordnete Uebersicht des ganzen Sprachgebäudes, dessen sammtliche Lheile ec nun kennt, zu geben und Einzelnes nachZüholen. - In enger Verbindung mit dem Sprachunterricht stehen einige, der Lektüre gewidmete Stunden, wo sich eine zweckmäßig. angelegte Auswahl musterhafter, profalschen und poetischen Stücke in den Händen der Schüler befindet. Wahrhaft gewinnbringend sind je- ' doch diese Stunden nur, wenn der Lehrer ihren Zweck immerwährend im Auge behalt. Dieser Zweck ist! Bildüng eines richtigen mündlichen Vortrages und eines guten Ausdrucks. Wenn daher zum Vehufe des erstern jedes Stück so oft gelesen werden muß, bis A» cent und Betonung fehlerlos sind, so hat der Lehrer, zur Erreichung des Letzkern , seine Bemühung dahin zu richten, daß der Schüler das Gelesene richtig auffasse und dem Gedächtnisse bleibend einprage, wozu besonders das mündliche Nacherzählen und das Ucbertragen des Poetischen in Prosa ein gutes Hülfsmittcl ist. : Wir haben nun noch einige Bemerkungen über die Methodik - der Stylühungen zu machen. Welchemerfahrnen Schulmanne sind die Schwierigkeiten dieses. Zweiges des Sprachunterrichts unbekannt? Wer hak nicht schon die Klagen der Lehrer und Schüler vernommen, jener über das Unzufammenhängende, Leert, ja oft Sinnlose der Ausarbeitungen, über die Trägheit-