Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über den Einfluß der Sprache auf's Denken und die Methode des Unterrichts in der Muttersprache
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 256 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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256 cs, als ob der Knabe die Sprache aus ihren Wurzeln׳ erst erschaffen sollte. v Von dem ideologischen Theilez in welchem der Schüler die Fiuidamentalbegriffe und Funktionen der Wörter kennen gelernt hat, schrtite nun der Lehrer zu dem zweiten vdersspeciellern Theile, der die Cntwickelang und Bezeichnung gewisser Verhältnisse und Modi« ficationen zum Zweck hat, und befolge auch hier dieselbe analytische Methode. Er beginne nicht mit Rege-ln und ermüde den Schüler nicht mit geistlosem Dekliniren und Conjugircn, sondern bringe durch eine methodische Reihefolge ׳von Uebunge n das demselben schon faktisch Bekannte zum klaren, geordneten Bewußtsein, (wobei besondere Rücksicht auf die Fehler des provinzlichen oder örtlichen Dialekts zu nehmen ist) und indem er auf diesem Wege die verschiedenen Analogien entdeckt, lasse er solche nach und ziach in tabellarischen Uebersichten zusammenstellen, und mache die durch den Sprachgebrauch eingeführken Ausnahmen namhaft. Auf dieselbe Weise lerne der Schüler, durch treffende, unter Anleitung des Lehrers verfertigte Beispiele und ckmbildüngen, die verschiedenen Arten der Satzverbindungen, die Erweiterung der Satze zu größern und künstlichem Perioden, so׳ wie die grammatischen Hülfsmittel in Vorstellungen und Verkürzungen zur Verschönerung des Ausdrucks und zur Hervorbringung gewisser rhetorisehen und dichterischen Effekte. Erst nachdem der Schüler nach dieser naturgemäßen Lehrweise eine pertraute Bekanntschaft mit dem allgemeinen und besvndem Theilcher Sprache erlangt hat, ist es Zeit,(ihm