Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über den Einfluß der Sprache auf's Denken und die Methode des Unterrichts in der Muttersprache
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 254 (sequence 23)
- Language
- German
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Resultat der Einrichtung unseres Denkvermögens und der Mittheilung der Gedanken durch hörbare Zeichen. Der zweite , besondere Lhcil entwickelt die Rebenidcen und Verhältnisse, die mit den Grundbegriffen sich in der Rede verbinden, und deren Darstellung und Abandernngen und Stellungen bewirkt wird. Es liegt in der Natur der Sache, daß diese Modificationen und ^Verhältnisse sehr allgemeine Begriffe sind , und eben daher durch übereinstimmende Formen dargestellt werden können. Mit jenem ideologischen Theil muß der Unterricht beginnen, jedoch nicht verkehrter Weise mit Dcfinitionen, das ist, mit Allgemeinheiten; denn bei keinem wissenschaftlichen Unterrichte soll man mit den Regel», sondern überall, wo. die Beschaffenheit des Gegenstandes es vcrsiattct, mit Beispielen oder.Thatsachen anfangen: wo aber ist dieser bildenste, am sichersten zum Ziele führende Weg leichter einzuschlagen, als beim Unterricht Ln der Muttersprache, wo dem Schüler die Thatsachen schon bekannt und geläufig sind? Der Lehrer lasse daher seine Schüler durch die Bildung mannigfaltiger , einfacher Sätze, wozu er den Stoff aus dem Gebiete der Anschauung nimmt, zuerst den Unterschied zwischen Substanz und Attribut, dem Ent» haltenden und dem in demselben.Enthaltenen, sodann zwischen Eigennamen und Gattungsbegriffen, zwischen der wesentlichen Eigenschaft, der zufälligen Beschaffenhcit und dem wechselnden Zustand auffinden, zeige ihm, zur Bildung von Sätzen mit den bekanntesten abstrakten Begriffen übergehend, wie die Sprache