Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über den Einfluß der Sprache auf's Denken und die Methode des Unterrichts in der Muttersprache
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 253 (sequence 22)
- Language
- German
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־253 ־ ften Totalbegriffe durch Zerlegung derselbe« in ihre Elemente uno Lenkung der Aufmerksamkeit auf die, durch jeden Sinn erkannten Merkmale zur Deutlichkeit zu erheben, und wieder von der andern Seite das Indkvldurlle,. das den a l lg e m e in e n I d e e n des־ Kindes anhaftet, immer mehr davon abzusondern» und sie zur Auffassung des Charakteristischen hinzuführen. Zugleich lernt das Kind diejenigen Bezeichnungen richtig gebrauchen, die den Grundstoff des ganzen Sprachgebäudes ausmachen, und sich über seine Wahrvchmungen deutlich aussprechcn. "" ׳ Nach dieser Grundlegung schreite man zum eigentliehen Sprachunterrichte. Es ist aber» wie uns scheint» ein sehr falscher Weg, dem Gange der gewöhnlichen Sprachlehre zu folgen» und etwa» mit'dem Hauptworts beginnend, die Veränderungen desselben im Satze, die sogenannten Declinationen» und dann die andern Redctheile auf gleiche Weise zu lehren. Das hieße wieder die einfachern Begriffe mit den zusamMcngesetztern, das Allgemeine und Nothwendige mit dem Besonder« und Willkührlichen naturwidrig und ohne Gewinn für die Geistcsentwickelung vermischen, und dem Kinde Abstraktionen zumuthcn, wozu sein Fassungsvermögen noch Nicht hexangebildet ist. Die Grammatik besteht namlich aus zwei von einander sehr verschiedenen Theilcn. Der erste» Allgemeine» entwickelt die Elemente, aus deneu die Sprache besteht und deren Nothwendigkeit zum Ausdrucke der Ideen. Dieser ideologische Theil ist allen Sprachen gemeinsam, denn er ist ein nothwendiges