Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über den Einfluß der Sprache auf's Denken und die Methode des Unterrichts in der Muttersprache
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 252 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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25- Haltungen machen, wähnend Gefühle erweckt und Ideen entwickelt zu haben, wahren ihre Schüler nur Worte, die für sie noch keinen klaren Sinn haben können, j nachgesprochcn haben. Allerdings besitzt das Kind, soj halh es sich der Sprache zu bedienen weiß, ein gewisi j ses Maß abstrakter Kenntnisse; aber eine genaue Be- | obachtung zeigt uns bald, daß die meisten-abstrakten l Ausdrücke ihm etwas Anderes ׳als dem Erwachsenen j bezeichnen , wenn es Aberhaupt einen Begriff mit denj selben verbindet. Daher kommt es denn, daß wir nach! einer recht ausführlichen Erklärung auf einmal durch j eine Frage oder Antwort des Kindes gewahr werden, 1 daß es von Allem nichts gefaßt hat. Das Erste, was, nach unscrm Dafürhalten, dem jj Lehrer zu thun obliegt, ist, den Grad des Umfangs | und der Deutlichkeit zu erforschen, den sein Schüler j innerhalb des Gebietes der sinnlichen Wahrnehmungen und ersten Ideen erreicht .) hat. In den Unterhaltungen über diese Gegenstände wird der denkende Lehrer mit den geistigen Anlagen j eines jeden Schülers bekannt werden! er wird den | Einfluß her häuslichen Erziehung wahrnehmen und \ bald bemerken, welche Fehler begangen worden, j welche Richtung der kindliche Geist genommen, in J welcher Beziehung sein Gedächtniß und seine Aufj merksamkcit — diese wichtigsten Kräfte des Erkennt- , nißvermögens — geübt und gestärkt sind, und wo j am meisten, zu bessern und nachzuhelfen sei. Sein Hauptbestreben sei dahin gerichtet, die Kinder zum richtigen Wahrnehmen anzuleiten, ihre undeutlich-i \