Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über den Einfluß der Sprache auf's Denken und die Methode des Unterrichts in der Muttersprache
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 250 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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der Natur angemessenes Verfahren an, Viele Eltern glaube» ein Großes für die Bildung ihrer Kinder zu thun, wenn sie recht oft -mit ihnen sprechen und sie viel nachsprechen lassen ein großer Jrithum! Durch Anschauungen und Handlungen müssen ihre Sinne ge« übt und ihr Verstand zur Thatigkekt angeregt werden; die ihnen in die Augen fallenden Erscheinungen müssen treffend und genau, in kurzen und bestimnilen Sätzen bezeichnet, ihre Aufmerksamkeit oft auf einen und dem selben Gegenstand Hingeleiter und derselbe von allen Seiten und aus allen Gesichtspunkten aufgefaßt werden. Man verliere niemals den Gedanken aus dem Auge, daß es bei der ersten Bildung mehr auf die Starke und Dauerhaftigkeit der Eindrücke, die Genauigkcit der Wahrnehmungen und Deutlichkeit der Begriffe, als auf die Menge derselben ankommt, und daß jene klugen Reden der Kinder über Dinge, die außerhalb des Kreises der sinnlichen Empfindungen und Anschauungen liegen, gewöhnlich nichts weiter als ein gedankenloses Nachplaudern der Erwachsenen sind, das manchmal zufällig an passender Stelle angebracht wird, und daß diese im siebenten Jahre so klugen Kinder nicht selten im achtzehnten Jünglinge von flachem Kopfe und leerem Herzen sind, Es würde jedoch zu weit führen, wenn wir die Fehler der ersten häuslichen Bildung und ihre Folgen einer ausführlichen Betrachtung unterwerfen wollten. Wir wenden uns daher zu dem Sprachunterricht in der Schule. Das Kind, wenn es im sechsten oder siebenten