Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über den Einfluß der Sprache auf's Denken und die Methode des Unterrichts in der Muttersprache
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 248 (sequence 17)
- Language
- German
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848 Gegenstand richtet, und bringe ihm nicht vieler lei Gegenstände unter das Auge; es wird vielleicht minder lebhaft und nicht so reich an Begriffen als Andere scheinen, aber die wahren Verhältmsse der Dinge rich-! tiger auffassen , und in der Folge werden seine Ideen S das Erzeugniß seines Verstandes und nicht des bloßen Gedächtnisses sein. Die es umgebenden Gegenstände 8 benenne man mit ihren eigenthümlichen Namen, hüte E sich aber vor jenem Geschwätze, womit man die Kinder, ij noch che sie die Töne unterscheiden können, betäubt, j! reize ihr Gehirn nicht durchs schnellen Wechsel der Ein- E drücke, und lasse sie nicht'.'nachspreche», was sie noch i nicht fassen können. Diese Regeln bleiben gar oft un- I beachtet, wodurch der. Grund zu jener Oberflächlichkeit, 8 zu jenem gedankenlosen Plaudern gelegt wird, das wir | gerade an so vielen Kindern wahrnchmen , mit denen! Mütter und Ammen sich nicht genug beschäftigen zn 8 können glaubten. 8 Wenn mag erwägt, daß unser ganzes Denken eine, vermittelst der Zeichen sich befestigende Kette sinn- 8 sicher Wahrnehmungen und Ideen ist, die mit der ersten ■| Thätigkeit des Denkorgans angeknüpft wird, so wird i man leicht begreifen, wie viel auf die Genauigkeit der | ersten Operationen des Verstandes ankomme, und wie f wichtig es sei, die Aufmerksamkeit zu starken sind fest-. | zuhalten. In der That besteht das wichtigste Geheim- «iß der intellectuellen Erziehung darin, die Äufmerksamkeit des Zöglings stets im Verhältniß zu seinen Kräften anzuregen und ihr den höchsten Grad der Intensität zu gebendenn Mangel an anhaltender Auf-