Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über den Einfluß der Sprache auf's Denken und die Methode des Unterrichts in der Muttersprache
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 247 (sequence 16)
- Language
- German
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Kreises der sinnlichen Anschauungen sind nur wenige Irrthümer möglich; aber mit den Ideen, deren jede durch ihre Elemente mit so vielen andern verwandt ist, lassen sich die ausschweifendsten Verbindungen und Zusammenstellungen machen, sobald man nur einen Moment den Faden der wahren Analogien verliert, und wie leicht dieses geschehen kann, davon liefert uns die Geschichte der Kultur unzählige Beispiele. Um diesen Verirrungen vorzubeugen muß die intel« lectuelle Erziehung, gleich . der - physischen, mit dem Eintritt in's Leben beginnen, so wie die Entwickelung des menschlichen Geistes mit dem ersten Gebrauche, den das Kind von seinem Organen macht, beginnt. Die erste Bildung darf aber, so zu sagen, nur negativ sein, und alle Bemühungen die Fortschritte der Dcnkkraft im ersten Lebensalter zu beschleunigen, werden die entgegengesetztc Wirkung hervorbringcn, oder ihr eine falsche Richtung geben. Da die sinnlichen Eindrücke und Empfindungen -l'e Grundlage der Gcistesentwickelung sind, so kommt alles darauf an, daß das Kind seine Sinne recht gebrauchen lerne. Dieser rechte Gebrauch der organischen Hülfsmkttel bedarf einer langen Lehrzeit. Das Kind muß feine Aufmerksamkeit lange auf die, ihm in'die Augen fallenden Gegenstände richten und dasselbe oft wiederholen, ehe das Bild oder die Empfindung sich, dem zarten Gehirne einpragt. Man störe daher das Kind nicht, wenn es, wie Hs oft zu thun pflegt, den Blick anhaltend auf einen