Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über den Einfluß der Sprache auf's Denken und die Methode des Unterrichts in der Muttersprache
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 236 (sequence 5)
- Language
- German
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236 *i־“‘״r־'- erregen. Durch solche Verbindungen, die mit der größten Schnelligkeit vollbracht werden, werden alle Gefühle zu Darstellungen von Bildern. Alle die einzelnen Begriffe, welche nun die Seele aus den sinnlichen Eindrücken empfangt, begreifen wir unter dem Namen sinnlicher Wahrnehmungen. Sie sind es, vermittelst deren der Mensch die Verhältnisse der andern Wesen zu ihm kernen lernt, und genügen wahrscheinlich für die physische Existenz; niemals aber hatte der Mensch, wenn er auf diese isolirten und flüchtigen Erkenntnisse beschrankt wäre, einen Ueberblick der Na- , für erlangen, der Schöpfer von Künsten und Wissenschäften werden können. Allein die menschliche Erkenntniß bleibt nicht hierbei stehen. Von dem Augenblicke an, wo das Vorstellungsvermögen in Wirksamkeit tritt> entwickelt sich zugleich der Keim der Abstraktion. Denn so wie die Einbildungskraft jene Wahrnehmungen auch kn Abwesenheit der sie erregenden Gefühle und deren Ursachen aufbewcihrt, fangt der Verstand auch an, sich zu gewöhnen, Wahrnehmungen unabhängig von ihren Ursachen zu betrachten. Diese niedere Abstraktion führt zu einer andern, welcher der Mensch Kenntnisse eines höher» Ranges verdankt. Von unfern Wahrnehmungen nämlich bleiben einige, jedoch die geringere Zahl isolirt, diejenigen namsich, die der Verstand nur einzeln betrachten kann und die er mit Eigennamen zu bezeichnen sich genvthigt sicht. Andere, und zwar die meisten, stellen sich ihm kn Massen dar und erhalten daher allgemeine Benennungen, wie Pferd, Blume, rokh. Jene verändern, indem