Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Sagen der Hebräer
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 222 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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222 einem König auf einem Weichen Kissen liegt und zahlreiche Wärterinnen ringsherum hat, die alle ihm zu dienen bereit sind und sich beeifern, ihm ihre Liebe, ihre Zuneigung durch Küsse und Umarmungeri M beweisen.;״!׳ Die zweite fangt an, wenn wir zwei, drei Jahre alt sind, wenn dem lieben Kinde gestattet wird, auf der Erde hernmzukri'echen und es gleich einem unreinlichcn Lhiere seine Freude hat an Schmutz und Koch. Dann kommt das zehnjährige Alter des gedankenlosen Knaben, der ׳ nicht des Vergangenen denkt Md nicht um die Zukunft sorgt, sondern gleich dem jungen Neh auf dem Schmelz der Wiesen herumhüpft und springt, und zufrieden des gegenwärtigen Augenblicks genießt. Das vierte Alter beginnt ungefähr mit dem zwanzi'gsten, wenn der Jüngling voll Eitelkeit und Hoffarth sich mit Kleidern zu zeigen anfängt, und gleich einem jungen, ungezügelten Pferde dahin stolzirt und springt, sich ein Weib zu suchen. Nun kommt der Ehestand, wo der arme Mann, gleich dem geduldigen Esel, mag er wollen oder nicht, arbeiten und schwitzen muß, daS Leben zu gewinnen. Doch schaut ihn, wenn er Vater ist, wenn ihn hülflose Kinder umgeben und nach seinem Beistand schreien, und auf ihn nach Brote.schauen. Wie er da kühn und wachsam und doch auch freundlich ist, gleich dem getreuen Hunde, der seine kleine Heerde bewacht und nach allem beißt, was in seinen Weg kommt, um feine Kinder zu bewahren.