Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Sagen der Hebräer
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 223 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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823 Doch endlich kommt das letzte Lebensalter, wo der hinfällige alte Mann gleich dem ungelenken, doch wachsamen Elephanten ernst, gesetzt und mißtrauisch Wird. Dann beginnt er allmahlig den Kopf zur Erde hangen zu lassen, als schaue er nach dem Punkte, wo alle seine großen Plane enden müssen, wo aller Ehrgeiz, alle Eitelkeit endlich zu Staub erniedrigt werden! Der Barmherzige vertheilt seine Gaben nach den Umständen. Mar U k b a war einer der ersten im Volke Ift raels, und außer großer Weisheit und Wissenschaft be׳ saß er auch große Reichthümer. Niemand aber wußte besser dieselben zu gebrauchen, als er. Er that nicht bloß überhaupt Gutes, sondern gab auch jährlich vielen Armen, daß sie fröhlich sein konnten. Einem derselben pflegte er immer den Lag vor dem Versöhnungsfeste vier Hundert Kronen zu schenken. Es traf sich aber einmal, daß er diese Gabe durch seinen Sohn sandte und als derselbe zurückkehrte, sprach er zu sei-׳ ncm Vater, daß er sein Almosen an einen sehr unwürdigen Mann vergeude. ״Wie so? Auf welche Weift?" fragte der Vater. ״Ich habe," berichtete der Sohn, ״den Mann gesehen, den du für arm hältst nnd welcher nicht crröthtt von deinen Gaben zu leben. Ich habe ihn und