Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Sagen der Hebräer
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 220 (sequence 4)
- Language
- German
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320 laß uns die Hälfte desselben verkaufen und den Erlöst zum Besten der Armen geben!" Da erglänzte das Antlitz des Mannes vor Freuden und er that also; und als die Rabbis kamen, reichte er ihnen das Geld dar. Sie nahmen es und sprachen beim Scheiden: ״Möge der Herr dir wieder seinen Segen geben!" Aben-Judan aber ward wieder fröhlich und arbeitete und ackerte sein kleines Feld. Und als er eines Tages hinter dem Pfluge wandelte, fiel sein Ochse mit dem Fuße in eine Lieft und konnte nicht heraus. Da half er ihm nach allen K-asten und sähe es in der Lieft unter dem Thiere glanzen, wie Gold, Silber und Edelgestein. Das machte ihn aufmerksam, und er grub tiefer und fand zu seiner großen Freude einen reichen Schatz; den trug er nach seiner Hütte, um ein großes Haus und Acker und Heerde» zu kaufen, wie er sie gehabt hatte, und noch vielmehr dazu. Doch auch den Armen vergaß er nicht und ward wieder ein Vater der Waisen und ein Tröster der Unglücklichen. Wie aber die Zeit kam, wo die Rabbis Almosen sammelten, fanden sie Aben - Judan nicht in seiner Hütte und fragten nach ihm im Dorfe: wo er sei? was er mache? Da riefen alle Armen frohlieh und wohlgemuthr ״Aben - Judan? der gute und gerechte Aben - Judan? Schaut ihr die Schaafe und Rinder dort? Sie gehören Aben - Judan. Seht ihr diese wogenden Saaten und Garten und jene Weinberge? diese Hauser? Sie gehören Aben - Judan! Wer ist reich gleich ihm, und gütig und barmherzig, wie Sr!" Da kam Aben - Judan des Weges und die