Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Sagen der Hebräer
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 219 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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*0*׳**»+a**a*• Q\g kt Wechsel des Glücks hatte wohl das Herz manches Andern gebeugt. Doch Aden - J!dan baute auf den Herrn, und trug sein Geschick, ״denn, sprach er, der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen. Gelobt sei fein Name ewiglich!" Er baute fleißig seinen Acker und war fröhlich und vergnügt. Aber als ein Jahr um war, saß er eines Abends vor der Thüre seiner kleinen Hütte und sah von fern die Rabbis kommen. Da gedachte er des frühcrn Reichthums und zum ersien Male fühlte er die Fesseln der Armuth. ״Was war Aben-Judan, seufzte er, und was ist er jetzt!" Traurig und kummervoll begab er (tdj in einen Winkcl seiner Hütte, und als ihn sein Weib sah, sprach sie zärtlich zu ihm; ״Was fehlet dir, mein Geliebter? Bist du nicht wohl? So sage mir's, daß ich dir helfen kann!" — ״Ach, daß es in deiner Macht stände!" klagte Aden - Judan. Aber der Herr allein kann die Wunden heilen, welche er geschlagen hat! Gedenkst du noch der Tage unseres Glücks, wo unser Korn den Hungrigen sättigte, unsere Heerde den Nackten kleidete und unser Del und Wein den Betrübten erquickte? Die Waisen kamen zu uns und segneten uns, und das Herz der Wittwe sang vor Freuden! Damals schmeckten wir die Wonne des Himmels. Doch jetzt können wir nicht dem Vaterlosen helfen und den Armen spenden, denn wir sind selbst arm und elend. . Siehst du nich^ die Männer kommen, welche Almosen sammeln? Sie werden anklopfen und was sollen wir dann geben? ״Jammere nicht, theurer Gatte!" tröstete ihn das Weib. ״Wir haben noch ein schön Stück Feld. So