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Sulamith · 1825-01-01 · Heft 1 · p. Seite 218

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
7 (1825-1833)
Issue
Heft 1
Article
Sagen der Hebräer
Date
1825-01-01
Page
Seite 218 (sequence 2)
Language
German
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ihm nach, aber es lief geschwinder, denn er, und er kam ihm erst nahe, wie es an einer Quelle stand und seinen Durst löschte. ״Du unschuldiges, zartes Wesen!" sprach da Moses zu ihm. ,,Jetzt seh' ich, warum da davon eiltest. Hätte ich es gewußt, ich würde dich selbst zur Quelle getragen haben! Doch komm, kleine Anschuld, jetzt auf meineü'Arm!" Und er brachte es so zur Heerde zurück. Dev allmächtige Vater im Himmel aber lobte die That, und es ward eine Stimme gehört: ״Moses! Wenn ein Thierlein also dein Mitleid erregt, wie wird es Lei den Kindern der Menschen noch mehr fühlen! Hinfort sollst du der Hirte meiner auserwählten Heerde sein, denn der Herr ist gewärtig allen, und seine Gnade waltet über alle Werke!" ' 2. Wohlthun tragt oft reichliche Zinsen. Rabbi Eliser, Rabbi Jo sch nah und Rabbi Akiba wanderten alle Jahre im Lande Israels herum, um Geld für die Armen zu sammeln. Niemand aber gab ihnen reichlicher und mit freundlicherer Miene, als Ab e n , Ju d a n, der ein gar wohlhabender Mann war. Doch das Glück ist nimmer beständig. Ein Hagelwettcr zerschlug seine Saaten, eine Seuche tödtete ihm die Heerden der Schafe und Rinder, und Accker vnd Weinberge wurden von den Schuldnern genommen. Nur ein kleines Feld blieb ihm, und solch schnel-

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