Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 197 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2304627-2304631-2304632--07343-2310942- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
m fürstliche Kinder mit Glöckchen" (ein ehemals bei den Juden gewöhnlicher Putz); rc. Diese einzige Stelle wird für Kenner hinreichend sein, alle übrigen Stellen der Muhlert'schen Uebersetzung des Talmuds mit eigenen Augen anzusehen, um sich nicht irre leiten zu lassen. Jndeß, welcher nicht, jüdische Gelehrte mag sich, bei andern wichtigem Beschäftigungen, dem. Studium des Talmuds unterziehen-, in. welchem jedoch selbst Herder einige der köstlichsten Parabeln und Mythen aufgefuniden und in seinen Blüthen des Orients mitgetheilt hat. 7׳D!cß7und der Gedanke, daß sonach mancher Leser der Muhlert'schen und ähnlicher Schriften, die darin vorkommenden Uebersetzungen aus dem Talmud so lange für richtig werde halten müssen, als das Gegentheil nicht vor Augen gestellt sei, bewog einen jüdischen Gelehrten (den Herrn Land- Rabbiner Heß zu Lengsfeld im Groß- Herzogthum Weimar - Eisenach ■*), sammtliche Stellen die Herr Muhlert angezogen , genau , und in ihrem Zusammenhange nachzusehen, sie aus der Grundsprache nach ihrem wahren Sinne zu verdeutschen und somit nnwiderleglich darzuthun, daß die Aussprüche der Weisen im Talmud und in den übrigen jüdischen Religions-Schrift *) Dem ich hier öffentlich das Zeugniß zu geben mich gedrungen fühle, daß er mit einem unermüdlichen Studium aller Theiie der jüdischen Theologie zugleich die größte Ächtung und Menschenfreundlichkeit gegen Andersdenkende verbindet, und als ein Muster der Rechtschaffenheit und Bürgertreue unter uns bekannt ist. Dr. Schreiber.