Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Parallelen
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 133 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2304627-2304631-2304632-2310575--07245-2310878- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
133 ״der Natur. In diesem großen und erhabenen Buche ״lerne ich dessen göttlichem Urheber dienen und ahn an- ״beten. Das Nichtlesen, in diesem Buche kann mit nichts ״entschuldiget werden, denn es spricht zu allen Menschen ״in einer allgemein verständlichen Sprache." (profession de foi d’un vicaire savoyard, p, J. J. Rousseau.) Wenn obige Worte des großen Philosophen des achtzehnten Jahrhunderts, jedes für die Schönheiten der Natur empfängliche Gemüth mit Begeisterung erfüllen, so dürfte es folgender Stelle aus einem im zwölften Jahrhunderte in Hebräischer Sprache verfaßten Lehrbuche der jüdischen Religion, (Jad Hachsaka, von Maimonides,) an gleicher Wirkung nicht mangeln/ Daselbst heißt es nämlich, wie folgt: allzu viele Neckereien und Unannehmlichkeiten von Seiten der christlichen Handwerksbursche zu ertragen habe; 2. bekomme er nicht leicht einen Meister; f) 3. halte es größtentheils sehr schwer, nach zurück-! gelegter Lehrzeit das Meisterrccht zu erhalten; 4. gebe es sogar Landesgesetze, welche den christl. Zünften gestatten, dem Juden die Aufnahme als Lehrling ober Meister zu. verweigern, und endlich 5. würden die jüdischen Handwerker, wenn alle genannte Hindernisse überwunden sind, sich alsdann eben so den aus Brodneid entstehenden Haß der christl. Handwerker zuziehen, wie dieß bis jetzt von Seiten vieler christlichen Handelsleute der Fall ist. f) In einem gewissen großen deutschen Staate, in wel« chem übrigens die Unterthanen Israelitischer Religion die bürgerlichen Rechte genießen, dürfen sogar noch immer keine Israelitischen Gesellen wandern, und werden vielmehr an der Gränze zurückgewiefe1v!I־~ D. H.