Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Bemerkungen über Sprache und Sprachunterricht, als Beförderungsmittel der allgemeinen Bildung
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 93 (sequence 15)
- Language
- German
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Sprachen, *) recht verständlich und genießbar wird; daß endlich eine Erziehung, die den Sinn für das Große, Schöne und Erhabene an diesen ältesten Grundpfeilern der Bildung geweckt und gereist hat, dem ganzen Leben eine höhere, edlere, menschlichere Richtung giebt. Daher sollte man Gymnasien und gelehrte Schulen, ohne-sich durch den Namen irre machen zu lassen, als Anstalten betrachten und benutzen, die für eine freiere, um fassendere Menschenbildung,**) nicht bloß zur Vorbereitung ffür die akademische Laufbahn bestimmt .sind, .Daß man Kinder den ersten Unterricht lieber in Privaianstalten genießen läßt, wo dem Einzelnen eine größere Aufsicht und Sorgfalt werden kann und eine nähere Verbindung mit den Lehrern möglich ist, — mag seine großen Vortheile haben; allein für das reifere Altcr sind jene öffentlichen Institute, die gerade in ihrer *) Daß man die granimatische Mikrologie an den alten Meisterwerken selbst einübt, was Jean Paul (ein Name, der so wenig, wie das Wort Freund, durch irgend ein Epitheton gehoben würde) in seiner Levana (Th. UI, S. 170, §. 149. 2te Auflage) so geistreich persiflirt, hat für diejenigen Schüler, die das klassische Studium in ihrem spater» Berufe nicht fortsetzen, wenigstens den Nutzen, daß sie auf die Höhe gelangen, in das gelobte Land zu blicken, wenn sie auch nicht hineinkommen. **) Vergleiche F. I. Niethammer: der Streit des P h i l a n t h r 0 p i n i s m u s und Humanismus in der Theorie des Erjiehungs - Unterrichts unserer Zeit. Jena, 1808, S. 743. Auch ist für die Nichtstudircnden noch der Vortheil der Griechischen Sprache, der in ihrer Geistesverwandtschaft mit der Deutschen liegt, und der Lateinischen — als Mutter so vieler lebenden Sprachen — beachtenswerkh.