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Sulamith · 1825-01-01 · Heft 1 · p. Seite 87

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Journal
Sulamith
Volume
7 (1825-1833)
Issue
Heft 1
Article
Bemerkungen über Sprache und Sprachunterricht, als Beförderungsmittel der allgemeinen Bildung
Date
1825-01-01
Page
Seite 87 (sequence 9)
Language
German
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xMi so; es gab eine Zeit, wo Spanische- Italienische, Französische und Deutsche Rabbinen sich die Kultur ihrer Zeit wohl angeeignet hatten und ihren Gegnern in jeder Sprache und Form Rede zu stehen verstanden. ZumUnglück traf nur ihr Zurückbleiben, dessen Ursachen anzugeben, hier zu weit führen würde, gerade mit der Epoche zusammen, da bei einem großen Theil der übrigen Europäischen Menschheit der regste Eifer für Wissenschaft und Kunst durch eine Menge zusammentreffender günstiger Umstände geweckt wurde. Für die Deutschen Israeliten aber hatten insbesondere unglückselige Vorürtheile, die natürlich mit dem Zunehmen des äußern Drucks immer fester wurzelten, so wie die kirchliche Verbindung mit ihren in Polen zusammengedrangten Glaubensgenossen, in welchem Lande damals keine Spur Europäischer Mldüng anzutreffen war, die traurige Folge, daß sie der Sitte und Sprache ihres Vaterlandes entfremdet blieben.— Gottlob, so ist es nicht mehr, wenn auch noch nicht alle Folgen dieses Mißverhältnisses verschwunden sind. —Noch jetzt hat der Lehrer Israelitischer Volksschulen gegen jenen rohen Jargon zu kämpfen, dessen Unterdrückung sein vorzügliches Augenmerk sein muß. Zuweilen hält ihn dafür manche interessante Bemerkung schadlos, zu der gerade die Eigenthümlichkeit Mancher unter seinen Schülern Veranlassung giebt. Wer besonders' Polnische Jünger des LaMuds zu unterrichten hat, dem fehlt es gewiß nicht an Gelegenheit, ähnliche psychologische Beobachtungen zu machen, wie sie Zöllner (in ssLesebuche für alle Stände, LH. Ul. S. Z8 u. f-, Berlin 1787.) von einem, in seinem zehnten Jahre harthörig gewordenen, jungen Mann er-

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