Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Parabeln
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 77 (sequence 5)
- Language
- German
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?7 um dort an geweiheter Stätte dem Herrn ein Opfer darzubringen. Der Zug ging aus dem königlichen Pallaste durch die Hauptstraßen Jerusalems, und Alles beugte ehrfurchrsvoll das Knie vor dem großen Herrscher, der es vorzog, sich Tugend und Weisheit, als Neichthum und langes Leben von Gott zu erflehen. Und als der Zug an den Pforten des Tempels angelangt war, da trat der Leviten heiliges Chor, und die große Priesterschaar dem Könige entgegen, neigten das Haupt, und durch ihre Mitte zog der König zum Altäre hin, um das Opfer darzubringen. Und angelangt am Fuße des Mars, trat der König bescheiden zurück, denn ein Mann stand oben, der ein Täubchen opferte. Der König aber faltete die Hände, und sprach leise ein stilles Gebet. Als dieß Sabud, der Sohn Nathan's, des Priesters, des Königs Freund und erster Begleiter, sich, trat er entrüstet hin zu dem opfernden Manne, und sprach : ״Wer bist du, der du es wagst dem Könige den Platz zu vertreten?" Und jener erschreckt, antwortete mit zitternder Stimme: ״ich bin Achieser, der Taubenhändler; einem Gelübde nachzukommen opferte ich dieß Täubchenich ahnete nicht die so schnelle Ankunft des Königs, und war in so inbrünstigem Gebete begriffen, daß ich erst jetzt durch dich seine Nähe gewahre. Ich sehe nun wohl, daß ich mich sehr gegen die Majestät des Königes vergangen, und flehe dich um Fürsprache bei dem Könige an." Sabud aber war eben im Begriff, den armen Achieser vom Altäre herunter zu reißen, indem er ihn mit