Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Parabeln
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 76 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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sichest , so tragen doch diese Kinder der Flur die Himmelssarbe, und mahnen uns, bei unfern täglichen Berüfsarbeiten, so wie bei den Genüssen des Feldes, der Gärten und Fluren, das Himmlische stets vor Augen zu haben; denn immer, o Freund, wird uns, mir sagt es des Herzens innere Stimme, die nimmer trügt, das Himmlische verwandt bleiben." v' ״Und hast du vergessen, Eva," sprach Adam, ״daß der Herr verheißen, ich sollte dereinst zur Erde wiederkehren, von der ich genommen worden?" ״Wohl," sagte Eva, ״dein Leib, aber nicht deine Seele, Gottes lebendiger Odem, den er dir selbst gegeden, und der, wie Gott selbst, ewig und unvergänglich ist." Indem sie also sprachen, flammte die Sonne am Horizonte empor, und entzündete mit ihren goldnen Strahlen Hain und Flur. Gar zauberisch spielten die schönen blauen Kornfelder in Violett und Purpur über, und wogten vom Weste bewegt, wie ein lichtes Feuermeer. Da ergriff es auch Adam mächtig, da ward auch ihm so wohl und wundersam im Herzen, da rief er: ״Ja, der Herr ist noch mit uns, er lebt in uns, überall vcrspüren wir seine Nähe." Und anbetend sank er neben der, in Demuth vor Gott knieenden, Eva nieder. 2. Salomo und der Taubenhändler. Es war an einem Festtage, als Salomo, der weise und große König in Israel, mit aller Pracht eines morgenländischen Fürsten hinzog nach dem Tempel des Herrn,