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Sulamith · 1825-01-01 · Heft 1 · p. Seite 40

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
7 (1825-1833)
Issue
Heft 1
Article
Bemerkungen über Sprache und Sprachunterricht, als Beförderungsmittel der allgemeinen Bildung
Date
1825-01-01
Page
Seite 40 (sequence 16)
Language
German
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40 Hier wird das Kind zum ersten Mal in das Gebiet des Nein - Abstrakten geführt. Es soll nun das Wort, als bloßes Zeichen, nach seiner Form, unabhängig von der bezeichneten Sache betrachten, was ihm bis dahin nicht einfallen konnte; es soll Töne und Laute zum Gegenstände der sorgfältigsten Prüfung, Beobachtung und Zergliederung machen, welche man in sich selbst vorfindct, und deren man sich fortwährend bedient, ohne auf vas Kunstvolle in der Zusammensetzung im geringsten zu achten. Alles kommt hier darauf an, den ganzen Bau der Sprache, in seinem höchst wunderbaren Organismus, der sich, wie die Denkkraft, in dem Menschen, ohne sein Zuthun, zufolge der ihm einwohnenden Sprachfahigkeit, nach allgemeinen Gesetzen und höchst einfachen * *) Grundformeln entwickelt, — dem Schüler heitangewendetwerden,dienichtausdem Wesen der Sache abgeleitet und deren Sinn nicht vollkommen begr iffen ist. *) Drei Wunder entfalten sich im Menschen, -an denen die Entstehung des Mannigfaltigsten aus dem Einfachsten am anschaulichsten gezeigt werden kann. Das erste Wunder ist die Tonkunst, in ihrer Uncndlichkeit aus sieben einfachen Tönen hervvrgehcnd; das and-re ist das Zahlensystem, ruhend auf zehn Grundformen und Grundzeichen; das dritte — die Wortsprache, die sich vielleicht ebenfalls auf zehn einfache Laute zurückführen läßt, nämlich auf folgende dreiGrundlautc und sieben Consonantenr 1. a 1 Drei Hauptvocale, wie sie sich ja auch 2. c (i) bekanntlich in den semitischen Sprachen 3o (u) J als solche finden; i ist Nüance von e, u von o, gleichsam die halben Töne; a liegt hinten in der Kehle, e (und i) mitten im Munde, o (mit u) ganz vorn.

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