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Sulamith · 1825-01-01 · Heft 1 · p. Seite 36

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Journal
Sulamith
Volume
7 (1825-1833)
Issue
Heft 1
Article
Bemerkungen über Sprache und Sprachunterricht, als Beförderungsmittel der allgemeinen Bildung
Date
1825-01-01
Page
Seite 36 (sequence 12)
Language
German
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36 —-״״■•׳״r eine Sprache, und von der andern wird nur zuweilen etwas in die Rede gemischt. Der Mensch denkt und lebt überhaupt nur in einer Sprache. Selbst daß die Kleinen an das Plattdeutsche und Hochdeutsche zugleich gewöhnt werden und etwa das Eine mit den Eltern, das Andere mit dem Gesinde sprechen, scheint nicht ohne allen schädlichen Einfluß auf die Entwickelung der geistigen Ehätigkeiten zu sein, und man sollte, so viel, als möglich, Kinder bis zum siebenten Jahre nur zu einer Mundart «»halten, und zwar am zweckmäßigsten zu derjem'gen, in welcher sie den ersten Unterricht empfangen sollen, -t Wann ist es denn aber nun eigentlich Zeit, von der Sprachübung zur S p r a ch k u n d e, die durch förmlichen Unterricht erlangt wird, übcrzugehen? — Man wundere sich nicht über die Antwort: wenn der Knabe oder das Mädchen der Muttersprache in der Anwendung vollkommen mächtig ist und sich über Gegenstände, die der jugendlichen Fassung nicht fern liegen, verständlich, ja sprach richtig auszudrücken vermag; versteht sich, so weit das ohne grammatische Kenntnisse gefordert werden kann. Die Muttersprache muß in dem Menschen leben und braucht ihm, ihrem Inhalte nach, nicht erst von Außen eingeprägt zu werden. Der Unterricht soll den Gebrauch derselben nur reguliren und zum Bewußtsein bringen, und dazu ist es höchst dienlich, daß der ganze Sprachschatz in dem Lehrlling vorgesunden werde. Deshalb soll auch im Lesen und Schreiben etwas Tüchtiges geleistet und «ine vollkommene Geläufigkeit erlangt sein, bevor zur

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