Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Bemerkungen über Sprache und Sprachunterricht, als Beförderungsmittel der allgemeinen Bildung
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 34 (sequence 10)
- Language
- German
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34 sie nur gewöhnt, sich immer deutlich und vollständig zu erklären, jedes Ding beim rechten Namen zu,nennen und mit dem Wort den rechten Begriff zu verbinden; wenn man sich durchaus ohne Noth keine Mühe giebt, ihre halb ausgesprochenen Gedanken zu errathen, damit ,sie früh das Bedürfmß fühlen, sich recht klar zu äußern. Gegen Fehler wider die richtige Aussprache und die Grammatik, laßt sich auch wohl vor dem eigentlichen Sprachunterricht nichts Zweckmäßigeres thun, als daß man den kleinen Leuten das Bessere in den Mund legt, ohne sich die öftere Wiederholung verdrießen zu lassen. Das ängstigende Ladeln und die Anwendung der Reg e l n führen gewiß nicht so schnell zum Ziele. Man kann hier auch sonst leicht zu weit gehen, wenn man von Kindern eine Genauigkeit und Korrektheit im Gespräch fordert, wie man sie selten von Erwachsenen hört, wenn man von ihnen Aeußerungen über Dinge verlangt, die für den kindlichen Sinn kein Interesse haben und von demselben nicht aufgefaßt werde», z. B. Predigten. Hieher gehören fast alle abstrakte Begriffe, deren Auffassung dem zarten Alter nicht zugcmuthet werden kann und die auch für die Entwickelung der Sprachbildung wenig zu brauchen sind. Man kann fähige Köpfe freilich, wenn man sich Mühe giebt, bald zu den schulgerechtesten Erklärungen abgezogener Vorstellungen bringen, — aber was wird dabei gewonnen? Gewiß kann nichts schädlicher und verkehrter sein, als wenn der Erzieher selbst auf diese Weise das mechanische Nachlallen von Wörtern und Redensarten, mit denen kein Sinn verbunden wird, ' befördert. . Für das Kind müssen noch Name und Sache