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Sulamith · 1825-01-01 · Heft 1 · p. Seite 32

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Journal
Sulamith
Volume
7 (1825-1833)
Issue
Heft 1
Article
Bemerkungen über Sprache und Sprachunterricht, als Beförderungsmittel der allgemeinen Bildung
Date
1825-01-01
Page
Seite 32 (sequence 8)
Language
German
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^2 *0**#~**>~*<#» senschaftlichern Aufhellung dieses Verhältnisses (einer allgemeinen Kritik der Sprachbildung) ließe sich für die Philosophie des Geistes kein unbedeutender Gewinn erwarten. Für die erste Anregung der Sprachbildung lm^ Kinde ist hieraus wenigstens so viel zu schließen, daß da durchaus noch von keinem grammatischen Unterricht die Rede sei, sondern, daß Bild und Name, Borstellung und Ausdruck, Begriff und Wort neben, einander erklärt und beigebracht-werden müssen. Jedes Kind muß zunächst, wie. Adam, allen Thieren und Einzelwesen Namen geben, wenn es sie als solche auf die Dauer unterscheiden und festhalten soll. So lange das Kind nicht spricht, ist seine innere Welt eine Masse wenig zusammenhängender, in einandergreifender Vorstellungen, von äußern, zufälligen Eindrücken veranlaßt und ohne Freiheit, bloß durch ihre Aehnlichkeit untereinander fortgepflanzt. Das Selbstbewußtsein entbehrt gewissermaßen noch der Energie, und dieses Durcheinanderwirken dunkler, verworrener Bilder gleicht wohl mehr dem inner» Leben des Thieres oder der Folge unzusammenhangender Bilder im Traume. Der sonderbare Umstand, daß man sich zuweilen bei ganz neuen Verhältnissen des Lebens einer ganz ähnlichen, schon einmal dagcwcsenen Lage erinnern will, rührt dankens fehlt; eben daraus ist aber auch Tiefe, In« nigkeit und Unendlichkeit,des Gefühls zu erklären, so wie die hohe Macht der Kunst, besonders der Malerei und Bildhauerkunst. Diese Künste bringen nämlich die Ideen mehr conccntrirt, in ihrer Un- Mittelbarkeit und Totalität vor die Seele, ohne dieselben erst durch die Uebertragung in die Wortspräche zu vereinzeln.

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