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Sulamith · 1820-01-01 · Heft 2 · p. Seite 335

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
6 (1820-1824)
Issue
Heft 2
Article
Predigt
Date
1820-01-01
Page
Seite 335 (sequence 16)
Language
German
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von Furcht und Angst? — Aber Sorgen und Kummer, aber Furcht, und Angst stnd gerade die Todesengel,׳ die unsere Lebensfaden am schnellsten und leichtesten zerreißen können und wirklich zerreißen. Gott, du hast den Men-! scheu so einfach geschaffen, und er sucht so viele Künsteleien! Denkt euch einen Familienvater in unseren Tagen — mit welchen Mühen er zu ringen und׳ zu kämpfen hat! Gewiß, besitzt er die Kraft nicht, sich gegen die Forderungen einer ausgearteten, allen Grenzen spottenden Zeit zu wehren und ihr muthig entgegen zu treten, mit dem festen Entschlüsse: Ich huldige deinen Narrheiten nicht — und sollte ich selbst darob für einen Narren verschrien werden! .-לso wird er wahrlich nicht lange bei den Srinigen bleiben —ihnen wird er vielleicht zu — leben schaffen; sich selbst wird er um das Leben bringen. — — Nicht die Bibel allein, auch die spatere Geschichte nennt uns Menschen in großer Anzahl, die bei beschranktenWünschen und mäßigen Genüssen, bei einfacher Lebensart und bestimmter Berufsarbeit, in welcher sie sich selbst, ihren Kindern und Brüdern und Schwestern nützlich wurden, ein sehr langes Leben sicherten: der Tod hat sich gleichsam gescheuet, sie ׳ in solchem gottgefälligen Leben zu stören — denn es bleibt immer! und ewig wahr, daß des hohen Alters Krone nur auf dem Wege der Tugend und der Gottesfurcht zu finden ist; Mäßigkeit aber ist Tugend und Gottesfurcht!.-־ד■ Wenig bedürfen ist Tugend und Gottesfurcht! — Nicht den Albernheiten der Zeit und der Mode stöhnen ist Tugend und Gottesfurcht! — Nicht in Glanz und Schimmer das Glück des Lebens suchen und darüber zu leben vergessen, ist Tugend und Gottesfurcht! Anstrengende

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