Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Predigt
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 333 (sequence 14)
- Language
- German
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-- 333 - auf die Ursachen merken, die ein so hohes Alter allerdings möglich machten. Vor allem lasset uns die Hand der göttlichen Vorsehung in dieser Verfügung bewundern; 'in einem so kurzen Lebensalter, gleich dem unsrigen — wie hatte da für die Begründung des an der Zahl noch so geringfügigen Menschengeschlechtes — wie hätte da für die Bearbeitung und Vervollkommnung so mancher zum Wohl der Menschen nothwendigen Kunstfertigkeiten Und Wissenschaften — wie hatte da für die Verbreitung und Verpflanzung gottseliger Lehren und Erkenntnisse gesorgt werden können. Denkt noch dazu den heitern Himmel> der sich in dem sanften Klima über den Häuptern der ersten Menschen wölbte — den reinen Lustkreis frei von den tausendfachen Giften, von denen der unsrige angefüllt ist, in dem sie athmeten, und ihr werdet den Bericht über ihr hohes Mer nicht abentheurlich finden. — Doch würde dirß alles noch nicht viel gefrommt haben, hatte der Lebensspender feine Menschen nicht ursprünglich mit einem großen Maaße von Lebenskraft ausgr- stattet. Und darauf soll euch das Gesch lechtsregister eben Hinweisen! Denn auch gegen uns zeigt sich der Vater nicht minder gütig! auch uns hat seine Liebe mit mächtiger Lebenskraft ausgerüstet! Wir aber achten sie nicht, diese Kraft, sind nicht wie unsere Vorfahren bemühet, sie zu erhalten, sondern wir zerstören sie muthwillig! — Was thaten denn jene , fragt ihr, um diese ״ Lebenskraft zu stählen? Genug! Ihre NahrungsweW waren ungekünstelt — i hre Sitten waren einfach und rein —^ ihre Beschäftigungen angemessen derNütur, det sie treu blieben׳׳ — ihre Bedürfnisse von geringep Anzahl. -^ ׳