Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Predigt
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 332 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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׳"־^־ 332 Schuld sind wir hinfällig und schwach. Unser Adel ist uns geblieben! Er zeugt für uns, wenn wir ihn gottgefällig nützen; er zeugt gegen uns, wenn wir ihn unbeachtet lassen! — Lerne ihn aber erkennen und werth halten, deinen bleibenden Adel - , Die Erde mag, die Sonne einst vergehn; Der Menschen Adel bleibt — wird ewiglich bestehn! /. 111. Auch deine ursprüngliche Kraft sollst du aus dem Gefchlechtsregister des Menschen erkennen lernen! Es kann hier nicht von der sittlich-geistigen Kraft die Rede sein — diese ist in dem vorhergegangenen Punkte schon erwähnt. Denn was ist des Menschen Adel anders, als jene sittlich-geistige Kraft, jene Seelengröße, die sich in dem Reiche der Geister offenbart und dort bewahret, was sie vermag — von - unserer physischen Lebenskraft spreche ich jetzt, von dem Vermögen, recht lange auf der Erde zu verharren und von der ״schönen freundlichen Gewohnheit des Daseins und Wirkens"^erst spat zu scheiden. Blicket in das Geschlechtsregister! Welche ehrwürdige Greise stehen da vor euch! Sie zählen mehr Jahrhunderte, als wir Zahrzehnde! Was sind wir gegen diese Riesen! Heuschrecken! Eintagswefen! unser Leben siebzig und wenn es hoch komiyt achtzig, am Morgen blühend, am Abend hingewelkt! — Ich will euch die Ungereimtheiten, die aus der Annahme einer andern Zeitrechnung, um das Wunder von dem hohen Alter der ersten Menschen natürlicher zu finden, nicht mittheilen, sie können euch doch nicht nützen — Statt dessen lasset uns lieber